Made in Germany



































































































70 % unserer Weihnachtsartikel stammen aus China... Stern 48/2010 Seite 104

Diese Folge der Globalisierung kann auf Dauer nicht gut für unser Land sein. Neben den ökologischen Folgen eines Warentransports um die halbe Welt sind die Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt einschneidend. Langfristig führt der überwiegende Bezug von Waren aus Billiglohnländern zu einem Sinken der Löhne in Deutschland und den anderen Industrieländern.

Deshalb ist es empfehlenswert, mehr Waren zu kaufen, die in Deutschland hergestellt wurden. Falls es diese Waren nicht aus deutscher Produktion gibt, dann vielleicht von unseren europäischen Nachbarn mit ähnlich hohen Löhnen wie in Deutschland (z.B. Frankreich, Großbritannien, Italien usw.).
Wir können auf absehbare Zeit lohntechnisch nicht mit Niedriglohnländern wie China, Indien, Indonesien oder Pakistan konkurrieren. Beziehen wir weiter im unbeschränkten Handel mit diesen Ländern einen Großteil unserer Konsumprodukte , dann wird auch unser Lohnniveau sinken (siehe Kapitel Arbeitsmarkt).
Dass das Lohnniveau in diesen Ländern dabei steigt, ist für Menschen in diesen Ländern zwar sehr gut, doch für die hiesige Bevölkerung bietet es keinen Trost für sinkende Löhne.

Nur wenn es uns gelingt, den größten Teil unseres Konsumbedarfs im eigenen Land oder aus einem anderen Hochlohnland der EU zu decken, werden wir unseren Wohlstand und der anderen Ländern in der EU erhalten und erhöhen.


Handel unter gleichen oder ähnlichen Handelspartnern erhöht den Wohlstand aller Beteiligten. Ein Handel unter ungleichen Partnern erhöht den Gewinn der Konzerne und der Besitzenden mit negativen Auswirkungen auf die Arbeitnehmer des Hochlohnlandes.

 

Handelshäuser, welche Waren aus Billiglohnländern verkaufen, schaffen weniger und schlechter bezahlte neue Arbeitsplätze, als dadurch Jobs in deutschen produzierenden Betrieben wegfallen. Erschwerend kommt hinzu, dass Deutschland nur über wenig Rohstoffe verfügt und es sich nicht auf Dauer erlauben kann, neben diesen Rohstoffen auch noch extensiv Konsumwaren aus dem Ausland zu beziehen.
Die Bedeutung Deutschlands als Exporteur von hochwertigen Industrieprodukten wird mittelfristig abnehmen, da die asiatischen Niedriglohnländer immer mehr hochwertige Produkte herstellen. Dies ist eine Folge der zunehmend besseren Ausbildung und der Handelsbilanz-Überschüsse (Investitionsmittel) in diesen Ländern.
Hingegen schafften es afrikanische Billiglohnländer auf Grund von mangelnder Verwaltung und Korruption und dem Einfluss westlicher Konzerne bis heute nicht, ihre Bildungssysteme, die Infrastruktur und ihre Finanzsysteme auf Weltniveau zu bringen. Dadurch wurden diese bisher keine ernsthaften Konkurrenten der Hochlohnländer, wie wir es jetzt mit China, Indien usw. erleben.

Die Länder mit entsprechender Größe und leistungsfähiger Verwaltung bringen sogar internationale Konzerne dazu, ihr Firmenwissen in Form von Gemeinschafts-unternehmungen abzuliefern.
Natürlich ist es uns klar, dass jemand, der in Deutschland nicht wohlhabend ist, auf den Kauf von preiswerten Waren angewiesen ist. Doch für die meisten von uns sollte es "moralische Pflicht" werden, Waren aus Hochindustrieländern zu kaufen, damit es bei uns auch weiterhin angemessen entlohnte Arbeit für uns und unsere Familien gibt.
Die Verringerung des Lohnniveaus durch den Import aus Billiglohnländern erfolgt nur schleichend und wird deshalb in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen und diskutiert! Dienstleister wie z.B. Installateure und örtliche Produzenten wie z.B. Bäcker können nicht durch Importe aus Billiglohnländern ersetzt werden. Doch auch ihr Lohnniveau wird durch den Lohndruck ihrer Kunden negativ beeinflusst. 

 

Bitte helfen Sie bei diesem Projekt mit in dem Sie im Forum von Firmen berichten, die in Deutschland fertigen und noch nicht hier aufgeführt sind!