“Made in Germany” boomt – Apokalypse fällt aus

Die Welt vom 8.2.2013 von Ulf Poschardt
Die Selbstdemontage der christlich-liberalen Koalition ist unsäglich, hat der deutschen Wirtschaft aber nicht geschadet. Der ökonomische Kurs stimmt. Wichtig ist nun vor allem eines – Kontinuität.
“Denn wer da hat, dem wird gegeben”, heißt es in der Bibel. Dieser Matthäus-Effekt (nach dem Evangelium benannt) denkt Nachhaltigkeit vom Erfolg her. Nachhaltig erfolgreich ist nur, wer diesen Erfolg solide vorbereitet und sorgsam hütet. Der jüngste deutsche Exportrekord verdeutlicht, wie entschieden die Lehren aus den Jahren der Krise gezogen wurden, als Deutschland “der kranke Mann Europas” war. Heute ist er so genesen, dass er unübersehbar seine Nachbarn überragt.

Gründe dafür gibt es viele: von der neoliberalen Wende in den Talkshows der späten 90er-Jahre über die schröderschen Reformen bis hin zu der Radikalität, mit der deutsche Unternehmer ihre Betriebe schrumpften, neu erfanden und modernisierten. Das Trauma der Standortschwäche war derart schmerzhaft empfunden worden, dass eine Wiederholung ausgeschlossen werden sollte…
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Die nächste Welle der Globalisierung

von Olaf Storbeck und Dirk Heilmann | Quelle: Handelsblatt Online 10.12.2011

Paradigmenwechsel: Die Jagd nach dem billigsten Produktionsstandort geht derzeit zu Ende. Unternehmen von morgen bauen reißfeste Lieferketten und suchen Talente auf der ganzen Welt.

Der Mann, der den Begriff der Globalisierung in die Umgangssprache einführte, hat in vielen Dingen Recht behalten. “Die Bedürfnisse und Sehnsüchte der Welt sind unwiderruflich homogenisiert worden”, schrieb der deutschstämmige Professor Theodore Levitt 1983 in einem epochemachenden Aufsatz in der Zeitschrift “Harvard Business Review”. Darin sagte er “den Aufstieg globaler Märkte für standardisierte Konsumprodukte in einem bisher unvorstellbaren Ausmaß” voraus. Die dadurch mögliche Massenproduktion werde die Preise drücken und globale Konzerne entstehen lassen.

Was Levitt damals noch nicht einmal ahnen konnte, waren spätere Großereignisse wie das Ende des Ostblocks oder die Öffnung der Milliardenmärkte China und Indien. Diese ergänzten die Globalisierung der Produktwelt um die Globalisierung der Arbeitswelt, die noch viel größere Kostensenkungen ermöglichte als Levitt erwartet hatte. Ein aktuelles Symbol für beide Facetten der Globalisierung ist das iPhone:
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Globaler Reichtum wandert nach Süd und Ost

Der folgende Artikel ist eine Bestätigung unserer “theoretischen” Aussagen, die wir in unserer Rubrik “Arbeitsmarkt und Globalisierung” gemacht haben! Dabei wird verschwiegen, das das niedrige Wachstum in den Industrieländern meistens noch nicht mal die Inflationsrate ausgleicht!

Wohlstands-Umverteilung bedeutet Reformdruck für Entwicklungsländer

Paris/Hohenheim (pte019/22.11.2011/13:05) – Während sich die USA und Europa mit Schuldenkrisen plagen, hat die Stunde der Schwellen- und Entwicklungsländer endgültig geschlagen. Der globale Wohlstand verlagert sich rasant von West nach Ost und von Nord nach Süd, zeigt ein soeben veröffentlichter Bericht der OECD http://www.oecd.org . Um Unruhen zu vermeiden, sollten die aufstrebenden Staaten mit dem neuen Reichtum allerdings unbedingt den sozialen Zusammenhalt stärken, so der dringende Appell der Experten.

Ende der Durststrecke
83 Entwicklungs- und Schwellenländer sind seit 2000 wirtschaftlich zumindest doppelt so schnell gewachsen wie die reichen Industrieländer, während dies in den 90er Jahren bloß bei zwölf Ländern der Fall gewesen war. “Die über 20-jährige Durststrecke verpasster Chancen und enttäuschender Leistung ist somit vorbei”, resümieren die Berichtsautoren.
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China – Gewinner der Globalisierung?

CHINA-Blog 03. April 2006 – Ein großer Teil der in Deutschland und anderen Industrieländern lebenden Bevölkerung geben oft China und andere Schwellenländer wie Indien die Schuld für den massiv steigenden Rohölpreise und sinkenden Arbeitsplätze in den Industriestaaten.
Gerade Schwellenländer befinden sich im Entwicklungsstadium von der Agrarwirtschaft zur Industrialisierung und brauchen daher Energien. Viele Tigerstaaten in Asien erklären sich sogar freiwillig bereit, sich als “schmutzige Industrien” anzubieten. Somit verlocken die boomende Staaten Asiens große Konzerne zur Globalisierung der Produktion.

Gewinner der Globalisierung
Zu den größten Gewinnern der Globalisierung zählen die Global-Players, also Unternehmen, die international vertreten sind. Viele würden wahrscheinlich auch Schwellenländer zu den Gewinnern zählen, was ich nicht zustimme, der Preis für die Entwicklung zur Industrialisierung ist nämlich sehr hoch: Vollständiger Artikel