Die­sel­gate und Som­mer­mär­chen

Legal Tribune Online 10.11.2015

Das Ansehen von “Made in Germany” ist infolge der VW- und DFB-Skandale angeschlagen – das schadet der Volkswirtschaft als Ganzes. Hermann Dück schlägt vor, die Herkunftsbezeichnung als Kollektivmarke mit festen Standards zu verankern.
“Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!” soll schon Lenin gesagt haben. Oft kommt diese Erkenntnis zu spät. Welche Folgen falsche Anreize und Intransparenz haben können, zeigt sich aktuell an den Fällen von VW und DFB. Während VW aufgrund der Abgasaffäre möglichen Strafzahlungen und Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe entgegensieht, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den DFB wegen Anfangsverdachts der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall in Zusammenhang mit der WM-Vergabe 2006.
Als größtes Unternehmen des Landes galt VW bislang als Repräsentant deutscher Wertarbeit…
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Der Autor Dr. iur. Hermann Dück, Siegen hat zum Thema “Made in Germany” zwischen Auslaufmodell und Gütesiegel (LIT Verlag, Münster 2015) promoviert.