Made in Germany – Gefährliches Gütesiegel

SZ vom 23.08.2012, ein Kommentar von Björn Finke
Design, Forschung, Tüftlergeist – mit diesen Tugenden wurde Deutschland zum Ausstatter der Globalisierung. Noch heute vertrauen die Kunden darauf, deutsche Wertarbeit einzukaufen. Aber was haben die Beschäftigten hierzulande davon, wenn Konzerne neue Fabriken immer öfter im Ausland ansiedeln? Bald nicht mehr viel.
Dreiste Kopien heimischer Waren, nur billiger und schlecht verarbeitet: Die Industriebosse sind empört und fordern von der Regierung ein hartes Vorgehen gegen die Plagiateure aus dem aufstrebenden Staat.
Das klingt nach einer der vielen Handelsstreitigkeiten, die sich an Produkten aus China entzünden. Tatsächlich war aber in diesem Fall Deutschland der Missetäter, genauer: das Deutsche Reich. Die wegweisende Episode spielt 1887, und die gereizten Industriebosse saßen in Großbritannien.
Ihre Intervention in London stand am Anfang einer beispiellosen Erfolgsgeschichte, sie schuf eines der wertvollsten Markenzeichen der Welt: Made in Germany. Um die Bevölkerung vor minderwertigen Einfuhren aus dem Reich der Hunnen zu warnen, vergatterte die britische Regierung vor 125 Jahren, am 23. August 1887, deutsche Hersteller dazu, ihre Waren mit jenem Kennzeichen zu markieren: Hergestellt in Deutschland.
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Streben nach Größe – China kauft “Made in Germany”

n-tv.de, 23.08.2012
Kaufen, wenn die Kanonen donnern: China nimmt sich an der alten Börsenweisheit ein Beispiel und streckt seine Fühler nach deutschen Unternehmen aus. Der niedrige Euro-Kurs und die Schuldenkrise in der Eurozone versprechen einige Technologie-Schnäppchen. Genügend finanzielle Mittel sind vorhanden.

Es könnte die bislang größte chinesische Investition in Deutschland werden. Am Hauptsitz der Shandong Heavy Industry Group in der Provinzhauptstadt Jinan in Ostchina ist Nervosität und Zurückhaltung zu spüren. Das Interesse an einem Einstieg beim deutschen Gabelstaplerhersteller Kion in Wiesbaden ist offensichtlich. Auch fehlt es nicht am Geld in den Kassen des großen chinesischen Baumaschinenproduzenten, der mächtig vom Bauboom in China profitiert. Aber wo die Verhandlungen stehen, wollte in der Investitionsabteilung des Staatskonzerns niemand sagen.

Die zuständigen Leute, die Details wüssten, seien eben “alle in Deutschland”, sagte ein Mitarbeiter. Von einem möglichen Kaufpreis von 700 Mio. oder 800 Mlo. Euro berichten das “Handelsblatt” und das “Manager Magazin”. Verhandelt werde mit den Besitzern Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Goldman Sachs. Im Gespräch sei eine Kapitalerhöhung, die den Chinesen einen Anteil von 25 Prozent an dem Unternehmen sichern würde, das zu den weltweit führenden Herstellern von Stapelfahrzeugen gehört…
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14 Milliarden Paar Schuhe

newscomm Pressemitteilung, 29.07.2012
Vitalinus informiert: Jährlich werden 14 Milliarden Paar Schuhe weltweit produziert. Der Großteil, nämlich ca. 12 Milliarden Paar kommen dabei aus Fernost. Die Hauptproduzenten hierbei sind China und Indien. Deutschland mit 25 Millionen Paar Schuhe fällt bei dieser Masse überhaupt nicht ins Gewicht und erinnert eher an das “Gallisches Dorf” mitten im Römischen Reich, das erbittert Widerstand leistet. Doch es gibt noch mehr Gemeinsamkeiten mit Asterix und Obelix. Als Beispiel seien hier handgemachte Schuhe aus Deutschland genannt. Diese sind auch etwas Besonderes und können sich erfolgreich gegen die Übermacht der Billigware aus Fernost wehren. Warum das so ist, erläutert Vitalinus…
…Schuhe in Deutschland
Doch kommen wir zurück zum “Gallischen Dorf”. In Deutschland werden vergleichsweise wenige Schuhe, nur 25 Mio. Paar, hergestellt. Doch auch hier haben bereits Fertigungsautomaten Einzug gehalten und stellen bis zu 3000 Paar am Tag her. Bei der Großserienproduktion in den Fabriken werden Sohlen direkt angespritzt und geklebt, statt genäht. Auch wird Leder gegen Kunststoff getauscht. Die Hersteller versuchen durch preiswerte Materialien und durch billige Produktionstechniken dem Preisverfall entgegen zu wirken. Selbst etablierte Hersteller mit wohlklingenden Namen ruinieren damit ihren guten Ruf. Die Schuhfabriken müssen modernisieren, abspecken und versuchen damit konkurrenzfähig zu bleiben. Ein Kampf der schon jetzt verloren ist. Mit deutschen Standards, Qualität, Service und Löhnen kann man nicht zu asiatischen Preisen anbieten. Für Schuhe aus Deutschland (http://www.vitalinus.de) gelten auch andere, qualitative Maßstäbe, denn es wird auf einem anderen Niveau, Bedingungen und Standards produziert. Doch nicht nur die großen Schuhfabriken sind interessant, sondern insbesondere die kleineren Manufakturen und Marken mit zwiegenähten Schuhen. Es gibt sie noch und Vitalinus, der Zwienaht-Spezialist hat sie fast alle im Programm.
Handgemachte Schuhe “Made in Germany”
In kleinen Manufakturen Trabert, Jacoform, Lavitus, Völkl, Hauff, Liromed, Varomed und Co. Werden in Deutschland hochwertige Schuhe produziert…
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