China bremst deutsche Autokonzerne aus

Spiegel Online 05.01.2012 von Wieland Wagner, Peking

Fast unbemerkt beginnt China eine neue Autopolitik: Jahrelang haben ausländische Konzerne den Großteil der Gewinne des riesigen Marktes abgeschöpft. Jetzt beendet die kommunistische Regierung die Vorzugsbehandlung – und setzt eigene Technologien und Marken.

Die Zeitenwende kommt leise, so, als wolle man die Betroffenen nicht aus ihrer Partylaune aufschrecken: Ende des vergangenen Jahres verkündete das einstige Planungsministerium eine Reform, die es in sich hat. Die Nationale Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC) verabschiedete einen neuen industriellen Leitkatalog, der Ende Januar in Kraft tritt – und der vor allem für deutsche Autokonzerne wie Volkswagen, BMW und Mercedes verheerende Folgen haben könnte…
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Millionen Arbeitsplätze hängen am Export

02.01.2012 Deutsche Welle: Author Monika Lohmüller

Der Außenhandel sichert in Deutschland fast zehn Millionen Arbeitsplätze. Der gesamteuropäische Markt ist nach wie vor der wichtigste. Das hat eine Studie des Forschungsinstituts Prognos ergeben. 

Dass die Exporte besonders wichtig sind für die Beschäftigung in Deutschland, das ist keine neue Erkenntnis. Doch bei bisherigen Berechnungen ging man stets davon aus, dass diese Arbeitsplätze in der Industrie zu finden sind – beispielweise im Auto- und Maschinenbau, da sind es 490.000 beziehungsweise 730.000. Dem Prognos Globalisierungsreport zufolge arbeiten in der Exportindustrie insgesamt rund 4,4 Millionen Menschen. Aber fast fünf Millionen arbeiten indirekt für den Außenhandel – zum Beispiel in Ingenieurbüros, in Sicherheitsfirmen oder auch im Reinigungsgewerbe, sagt der Projektleiter der Studie, Michael Böhmer, gegenüber DW-WORLD.DE.

Die Forscher berücksichtigten also nicht nur die Warenproduktion, sondern auch damit zusammenhängende Dienstleistungen: “Dann liegen ganz andere Branchen vorn als die Vorzeigebranchen Maschinenbau und Autoindustrie, für die der Export besonders wichtig ist”, so Böhmer. Er nennt neben den unternehmensnahen Dienstleistungsbranchen als Beispiel auch den Großhandel.  Vollständiger Artikel