Etikettenschwindel

stern.de,12. Juni 2007, von Elke Schulze

Gute Arbeitsbedingungen sind in den Textilfabriken Asiens selten. Das neue Hemd kann trotz made in Germany von Kinderhänden gefertigt worden sein. Worauf man beim Einkaufen achten sollte.
Weiße Sommerhosen, getupfte Blusen in A-Linien-Form und Ballerinaschuhe in allen Farben. In den Klamottenläden lockt die Sommerware. Ein frischer Look macht Laune, aber nicht unbedingt ein gutes Gewissen. Denn das neu erworbene Sommeroutfit verrät nicht, ob es von Kinderhänden genäht wurde oder ob die Arbeiter beim Färben der Baumwolle ungeschützt mit giftigen Substanzen hantierten. Drei Viertel der Textilien, die wir bei Karstadt und Co. kaufen, kommen aus Niedriglohnländern wie Indien, Bangladesch, China, Pakistan, Indonesien oder Vietnam. Der deutsche Verbraucher hat kaum die Möglichkeit zu prüfen, ob am neuen Rock oder T-Shirt Blut, Schweiß und Tränen kleben…
…Dann wird das Stück in Deutschland mit Etiketten versehen, schon ist es erlaubt, die Angabe “made in Germany” zu verwenden…
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